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Schlechte Entscheidungen – Gute Entscheidungen im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren

Fachbeitrag im Strafrecht

"Do's & Don’ts, um Fehler zu vermeiden und Ihre Rechte zu wahren"

Jeder von uns kann in die Situation geraten, plötzlich Teil eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens zu sein – ob als Beschuldigter oder als Zeuge. In solchen Momenten zählt nicht nur, was man sagt oder tut, sondern vor allem, was man besser lassen sollte.

Ich möchte Ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln mitgeben, damit Sie Ihre Rechte wahren und Nachteile vermeiden können.

Teil 1: Grundsätze eines Ermittlungsverfahrens

Das Ziel eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens ist es, den Sachverhalt aufzuklären und Beweise zu sichern. Doch was viele nicht wissen: Fehler, die in dieser frühen Phase gemacht werden, können später kaum noch korrigiert werden. Daher gilt: Jedes Wort und jede Handlung können Konsequenzen haben.

Teil 2: Die „Do’s“ – Wenige, aber entscheidend

1. Kontaktieren Sie sofort einen Strafverteidiger

Ein erfahrener Strafverteidiger sorgt dafür, dass Ihre Rechte gewahrt bleiben, Sie keine unnötigen Angaben machen und das Verfahren strategisch geführt wird.

2. Geben Sie bei einer Durchsuchung gesuchte Gegenstände freiwillig heraus – aber nur, wenn sie ohnehin gefunden werden.

Beispiel: Wenn die Polizei Ihren Computer sucht und Sie ihn verstecken, riskieren Sie, dass die Beamten bei der Durchsuchung andere belastende Gegenstände finden – wie illegale Drogen oder Waffen. Durch die Herausgabe können Sie Zufallsfunde vermeiden. Wichtig: Keine Passwörter oder PIN-Codes preisgeben.

Teil 3: Die „Don’ts“ – Vermeiden Sie diese Fehler um jeden Preis

1. Keine Aussagen gegenüber der Polizei – auch nicht im Smalltalk.

  • Egal, ob bei einer offiziellen Vernehmung oder in einem vermeintlich „lockeren“ Gespräch: Machen Sie keine Angaben!

  • Selbst harmlose Themen können ungewollt Hinweise liefern. Denken Sie daran: Alles, was Sie sagen, kann später gegen Sie verwendet werden.

2. Keine Zugangsdaten oder Passwörter herausgeben.

  • Die Polizei darf Ihre PIN oder Passwörter nicht erzwingen, auch wenn Sie behaupten, diese ohnehin entschlüsseln zu können. Dies ist oft nicht der Fall.

  • Außerdem entstehen Ihnen keine höheren Kosten, wenn Sie keine Zugangsdaten herausgeben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

3. Reden Sie mit niemandem über die Tat – auch nicht mit Familie oder Freunden.

  • Selbst vertrauliche Gespräche mit Angehörigen können gefährlich werden. Was, wenn jemand unbewusst Details weitergibt?

  • Bei schweren Straftaten besteht zudem das Risiko, dass Gespräche überwacht werden – ob am Telefon, im Auto oder in Ihrer Wohnung.

  • Auch Mitbeschuldigte reden gerne, wenn sie sich dadurch Vorteile verschaffen können.

4. Leisten Sie keinen Widerstand bei polizeilichen Maßnahmen.

  • Widerstand bei einer Durchsuchung oder Festnahme bringt nichts – im Gegenteil, es könnte eine zusätzliche Straftat (z. B. § 113 StGB – Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) darstellen.

  • Bleiben Sie ruhig und lassen Sie später über Ihren Anwalt Ihre Rechte geltend machen.

Teil 4: Warum Prävention der Schlüssel ist

Ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ist wie ein Schachspiel: Ein falscher Zug kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Deshalb ist es entscheidend, vorbereitet zu sein.

  • Sprechen Sie frühzeitig mit einem Strafverteidiger, wenn Sie befürchten, in den Fokus der Ermittlungen zu geraten.

  • Lassen Sie sich über Ihre Rechte aufklären und vermeiden Sie unüberlegte Handlungen.

Schlusswort:

Die wichtigste Botschaft lautet:
„Schweigen ist Gold – und rechtzeitige anwaltliche Unterstützung unbezahlbar.“
In kritischen Situationen geht es nicht nur um Recht und Gesetz, sondern auch um Ihre Zukunft.

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